Teilladungen effizienter transportieren
BOLL treibende Kraft bei Installierung eines flächendeckenden Teilladungskonzeptes
Das Logistikunternehmen BOLL war als Mitglied des „Europäischen Landungsverbundes Internationaler Spediteure“ (E.L.V.I.S.) Mitinitiator bei der Entwicklung und Einführung des in Deutschland bisher einmaligen Transportsystems für Teilladungen mit einem zentralen HUB in Homberg (Efze).
„Der Beitritt zur E.L.V.I.S.-Gruppe vor einem Jahr war die logische Konsequenz, um auch Teil- und Komplettladungsaufträge bundes- und europaweit innerhalb eines entsprechend strukturierten Systems abwickeln zu können. Diesen Schritt haben wir nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen unternommen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Ulrich Boll. Das neu eingeführte System soll lt. seiner Aussage das Unternehmenssegment „Teilladungen“ optimieren. „Wir haben es hierbei häufig mit besonders schweren, sperrigen oder empfindlichen Gütern zu tun, die den Lkw nicht komplett auslasten und derzeit in den meisten Fällen direkt vom Verlader zum Empfänger transportiert werden. Aufgrund der neuen Fahrzeitregelung sowie eines erhöhten Verkehrsaufkommens kann hierbei eine Zustellung innerhalb von 24 Stunden nicht mehr garantiert werden. Durch die jetzt erfolgte Vernetzung der Depots kann jedoch sichergestellt werden, dass auch der entlegenste Winkel der Republik am nächsten Tag erreicht wird“, erläutert der für den operationellen Teil verantwortliche Geschäftsführer Frank Hanzlik. Eine weitere Zielsetzung der aus 70 Partnern bestehenden E.L.V.I.S.-Gruppe bei der Abwicklung dieser Transporte sei es, Leerkilometer zu reduzieren und auf Spezialanforderungen wie den Einsatz einer Hebebühne, eines Mitnahmestaplers oder eine erforderliche Be-/Entladung via Kran reagieren zu können. Der Aspekt wachsender Ansprüche des europäischen Ladungsmarktes aufgrund zunehmender Globalisierung, der Erweiterung des europäischen Binnenmarktes sowie des Trends zur Produktionsverlagerung und des Wachstums einzelner Schlüsselindustrien dürfe ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Die heute immer noch weitgehend mittelständisch strukturierten Logistikunternehmen würden angesichts dieser Entwicklungsprognosen hier rasch an ihre Grenzen stoßen, argumentiert Ulrich Boll. „Die Vorteile dieses Verbundes liegen auf der Hand. Nun gilt es, im nächsten Schritt ein europäisches Netzwerk auszubauen, um auch hier Synergien effektiv zu nutzen“, so der Unternehmenschef mit Blick nach vorn.
Aktuell werden durch die grenznahen Depots bereits die Relationen Holland, Belgien, Luxemburg sowie einzelne Gebiete von Frankreich, Tschechien und der Schweiz angefahren.

